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Bebauungsplan? Nachzulesen nach dem "Klick" auf der rechten
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"Die letzten 30 Jahre im Rückblick"
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Kapitel 1 | Vor dem Jahr 1000
– Ein besonderer Ort
Wochenende 1 | 27./28. Juni 2026
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Stell Dir Osnabrück vor, lange bevor es Osnabrück war. Keine Stadtmauern,
keine Kirchen, keine gepflasterten Straßen. Nur Hügel, Wiesen, Sümpfe – und
mittendrin ein Weg.
Dieser Weg war kein gewöhnlicher Pfad. Er war ein Fernweg – eine der großen
Handelsrouten, die von südlich der Alpen bis hinauf nach Skandinavien führte.
Händler, Pilger, Boten: Sie alle nutzten ihn. Und an einer bestimmten Stelle
wurde dieser Weg besonders interessant.
Hier, wo heute die Johannisstraße verläuft, gab es eine sandige Anhöhe –
trocken, gut begehbar, von Natur aus geschützt. Im Westen, Norden und Osten
lagen feuchte Niederungen, Bäche und Sumpfgebiete. Wer hier lebte, hatte
natürlichen Schutz auf drei Seiten. Im Süden stieg das Gelände an – der
Ausläufer des Schölerbergs – der Johannisrücken.
Ein idealer Ort zum Leben: trocken,
geschützt, fruchtbar – und direkt am wichtigsten Weg der Region.
Dass hier schon vor dem Jahr 1000 Menschen lebten, ist nicht erfunden. Bei
Ausgrabungen unter der heutigen Johanniskirche wurden Gräber gefunden. Die
Beigaben – kleine Schmuckstücke aus Bronze und einer Zinn-Blei-Legierung – datieren
Archäologen in das 9. oder 10. Jahrhundert. Sie stammen also aus einer Zeit, bevor
dieser Ort urkundlich erwähnt wurde.
Jemand hat hier gelebt. Jemand hat hier seine Toten begraben. Wer das war,
wissen wir nicht. Aber der Ort war schon damals kein leerer Fleck auf der
Karte. Er war eine der beiden Keimzellen, aus der Osnabrück gewachsen ist.
Was das mit heute zu tun hat? Osnabrück
ist aus der Altstadt und der Neustadt entstanden. Der Platz an der Straße, die
heute „Johannisfreiheit“ heißt, war einer dieser zwei Ursprünge. Auch deshalb
hat man sie vor 25 Jahren verkehrsberuhigt. Um die Reste der Johannisfreiheit
zu schützen. Um an ihre Bedeutung zu erinnern. Wie der Marktplatz in der
Altstadt.
Und genau diese Straße soll nach einem Ratsbeschluss vom Oktober 2024 zur
Bustrasse werden – betoniert, verbreitert, dem Verkehr geöffnet.
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Darstellung: Klaus
Meinert |
Hier wird das Stift
St. Johann gegründet werden. Es wird die
Johannisfreiheit entstehen, um sie herum die Neustadt. Sie wird sich
später in einem Jahrhunderte dauernden Prozess mit der Altstadt vereinen –
zur Stadt Osnabrück. Dieser Zusammenschluss wird noch heute alljährlich im Rathaus gefeiert. Persönlichkeiten aus Osnabrück reichen sich jedes Jahr die Hände beim
Handgiftentag – So wie sich die Altstädter und die Neustädter die Hände
gereicht haben – als Ausdruck des Respekts füreinander und um gemeinsam
stärker zu sein. |
Frage
zum Nachdenken:
Wie
viele Orte in Osnabrück haben eine über 1.000-jährige dokumentierte Geschichte?
Frag Kandidatinnen und Kandidaten: Wie schützt die Stadt solche Orte – und was
passiert, wenn Planungen damit in Konflikt geraten?
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Nächste Woche: Die erste urkundliche
Erwähnung 1011 – Die Keimzelle der Neustadt entsteht
💬 Mitmachen: Rund um die Johannisfreiheit passiert
gerade einiges. Informier Dich – und mach mit: www.openpetition.de/!hcyhc