Die Johannisfreiheit –
Was wir verlieren werden
oder
schützen können!
1.000 Jahre Stadtgeschichte in 11 Kapiteln
Eine Blogserie zur Kommunalwahl am 13. September 2026
Osnabrück, Sommer 2026
Warum diese Serie? Und warum jetzt? Am 13. September 2026 wird in Osnabrück gewählt. Kommunalwahl. Stadtrat.
Die Menschen, die dann gewählt werden, entscheiden in den nächsten Jahren
darüber, wie Osnabrück aussieht – welche Straßen gebaut werden, welche Plätze
erhalten bleiben, was abgerissen und was geschützt wird. Eine dieser Entscheidungen ist bereits gefallen – und sie betrifft einen
Ort, den viele Osnabrücker kaum kennen, der aber zu den ältesten der Stadt
gehört: Die Johannisfreiheit. Im Oktober 2024 hat der Stadtrat
beschlossen, die Johannisfreiheit zur Bustrasse umzubauen. 730 Busse täglich.
Die schmale, begrünte Verbindung zwischen den Krankenhäusern soll verbreitert
und betoniert werden. Das historische Pflaster verschwindet. Die Bäume entlang
der Johannisfreiheit auch. Dieser Beschluss ist noch nicht umgesetzt. Aber die vorbereitenden
Maßnahmen laufen. Zuerst am Neumarkt. Denn von dort sollen die Busse zur
Johannisfreiheit verlagert werden. Die Zeit wird knapper. Diese Serie startet deshalb jetzt – und endet am Wahltag. Nicht um zu
sagen, wen man wählen soll. Sondern um zu zeigen, was auf dem Spiel steht.
Damit jeder, der am 13. September in die Wahlkabine geht, weiß, was in den
vergangenen 1.000 Jahren an diesem Ort gewachsen ist – und was ein
Ratsbeschluss in kurzer Zeit unwiederbringlich zerstören kann. Wer mit Kandidatinnen und Kandidaten spricht – egal welcher Partei – kann
fragen: Was ist Ihre Position zur Johannisfreiheit? Haben Sie sich mit der
Geschichte dieses Ortes beschäftigt? Und: Wie gehen Sie mit
Planungsentscheidungen um, die über Jahrzehnte gewachsen sind und rechtlich
verankert wurden? Diese Serie ist kein Geschichtsunterricht.
Sie erzählt einfach, was hier war, was hier noch ist – und was wir verlieren,
wenn wir nicht hinschauen. Jedes Kapitel erscheint an einem Wochenende. Jedes
Kapitel erzählt eine Epoche. Und am Ende jedes Kapitels steht eine Frage – zum
Nachdenken, zum Weiterreden. ──────────────────────────────────────────────────────────── Hinweis: Diese Blogserie gibt den Forschungsstand und die Argumentation der
Antragsteller wieder. Historische Fakten können von Fachhistorikern
unterschiedlich bewertet werden. |