Und was steht im
Bebauungsplan? Nachzulesen nach dem "Klick" auf der rechten
Seite:
"Die letzten 30 Jahre im Rückblick"
Kapitel 9 | 2002–2024 – Was
in 20 Jahren bereits verloren ging
Wochenende
9 | 22./23. August 2026
────────────────────────────────────────────────────────────
Die
Verkehrsberuhigung von 2002 war ein Kompromiss. Denn gleichzeitig begann der
schrittweise Rückbau der historischen Johannisfreiheit – durch
Krankenhauserweiterungen, Neubauten, veränderte Nutzungen.
2005: Ein Neubau
des Marienhospitals überbaut die Pfaffenstraße. Diese Straße verlief seit über
1.000 Jahren im Halbkreis um die Johanniskirche – vergleichbar mit den
Straßenzügen rund um den Dom in der Altstadt. Sie ist jetzt Geschichte.
2011–2014:
Das Christliche Kinderhospital (CKO) wird gebaut – nördlich der Johanniskirche,
auf dem Gelände des ehemaligen Waisenhauses. Die letzte große Grünfläche im
Kernbereich der historischen Johannisfreiheit verschwindet.
Der Bau des CKO
war planungsrechtlich abgesichert – aber nur unter einer Bedingung: Die
Verkehrsberuhigung der Straße Johannisfreiheit bleibt erhalten. Das ist
ausdrücklich im Bebauungsplan B-73 (9. Änderung, 2010) festgeschrieben. Der
Eingang des CKO wurde bewusst zur Johannisfreiheit hin ausgerichtet – weil man
davon ausging, dass sie ruhig und fußläufig bleibt.
2022 bestätigt
die 11. Änderung des Bebauungsplans: Die Grundkonzeption der ursprünglichen
Planung wird nicht berührt. Die Verkehrsberuhigung gilt weiterhin.
|
|
|
|
Die Johannisfreiheit
vor der Sanierung. Du siehst die breite Straße? Sie lässt keinen Platz für
das Grün am Straßenrand. So könnte es wieder aussehen, wenn 730 Busse am Tag
hindurchfahren. |
Die Johannisfreiheit
nach der Sanierung. Siehst Du die neuen Bäume entlang der Straße? Die
Blumenbeet liegen leider im Schatten. Geh hin und sieh sie Dir an. |
Und dann:
Oktober 2024. Der Stadtrat beschließt den sogenannten „Neumarktfrieden“. Als
Konsequenz sollen 730 Busse täglich über die Johannisfreiheit umgeleitet
werden. Die Beete und Bäume entlang der Straße sollen verschwinden, die Straße
soll verbreitert, betoniert, dem Verkehr geöffnet werden – ohne Beteiligung der
Denkmalpflege, ohne förmliches Bebauungsplanänderungsverfahren.
Frage zum Nachdenken:
In 20 Jahren ist viel verloren
gegangen – Stück für Stück, Entscheidung für Entscheidung. Wer trägt dafür
Verantwortung? Und wer entscheidet darüber, was als nächstes passiert? Am 13.
September: Du.
────────────────────────────────────────────────────────────
Nächste
Woche: Oktober 2024 – Der Ratsbeschluss und seine Folgen.
💬 Mitmachen: Rund um die Johannisfreiheit passiert
gerade einiges. Informier Dich – und mach mit: www.openpetition.de/!hcyhc