Samstag, 22. August 2026

Kapitel 9

Und was steht im Bebauungsplan? Nachzulesen nach dem "Klick" auf der rechten Seite:
"Die letzten 30 Jahre im Rückblick"

Kapitel 9  |  2002–2024 – Was in 20 Jahren bereits verloren ging

Wochenende 9 | 22./23. August 2026

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Die Verkehrsberuhigung von 2002 war ein Kompromiss. Denn gleichzeitig begann der schrittweise Rückbau der historischen Johannisfreiheit – durch Krankenhauserweiterungen, Neubauten, veränderte Nutzungen.

2005: Ein Neubau des Marienhospitals überbaut die Pfaffenstraße. Diese Straße verlief seit über 1.000 Jahren im Halbkreis um die Johanniskirche – vergleichbar mit den Straßenzügen rund um den Dom in der Altstadt. Sie ist jetzt Geschichte.

2011–2014: Das Christliche Kinderhospital (CKO) wird gebaut – nördlich der Johanniskirche, auf dem Gelände des ehemaligen Waisenhauses. Die letzte große Grünfläche im Kernbereich der historischen Johannisfreiheit verschwindet.

Der Bau des CKO war planungsrechtlich abgesichert – aber nur unter einer Bedingung: Die Verkehrsberuhigung der Straße Johannisfreiheit bleibt erhalten. Das ist ausdrücklich im Bebauungsplan B-73 (9. Änderung, 2010) festgeschrieben. Der Eingang des CKO wurde bewusst zur Johannisfreiheit hin ausgerichtet – weil man davon ausging, dass sie ruhig und fußläufig bleibt.

2022 bestätigt die 11. Änderung des Bebauungsplans: Die Grundkonzeption der ursprünglichen Planung wird nicht berührt. Die Verkehrsberuhigung gilt weiterhin.

Die Johannisfreiheit vor der Sanierung. Du siehst die breite Straße? Sie lässt keinen Platz für das Grün am Straßenrand. So könnte es wieder aussehen, wenn 730 Busse am Tag hindurchfahren.

Die Johannisfreiheit nach der Sanierung. Siehst Du die neuen Bäume entlang der Straße? Die Blumenbeet liegen leider im Schatten. Geh hin und sieh sie Dir an.

 

Und dann: Oktober 2024. Der Stadtrat beschließt den sogenannten „Neumarktfrieden“. Als Konsequenz sollen 730 Busse täglich über die Johannisfreiheit umgeleitet werden. Die Beete und Bäume entlang der Straße sollen verschwinden, die Straße soll verbreitert, betoniert, dem Verkehr geöffnet werden – ohne Beteiligung der Denkmalpflege, ohne förmliches Bebauungsplanänderungsverfahren.

Frage zum Nachdenken:

In 20 Jahren ist viel verloren gegangen – Stück für Stück, Entscheidung für Entscheidung. Wer trägt dafür Verantwortung? Und wer entscheidet darüber, was als nächstes passiert? Am 13. September: Du.

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Nächste Woche: Oktober 2024 – Der Ratsbeschluss und seine Folgen.

💬  Mitmachen: Rund um die Johannisfreiheit passiert gerade einiges. Informier Dich – und mach mit: www.openpetition.de/!hcyhc


Was wir verlieren werden - wenn wir es nicht schützen

Kapitel 11

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